Religionsfreiheit ein Menschenrecht? – Erfahrungen aus der Praxis der Vereinten Nationen

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Datum/Zeit
Date(s) - 31/05/2018
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
TU Chemnitz, Altes Heizhaus

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Obwohl es sich bei der Religionsfreiheit um ein klassisches Menschenrecht handelt, erlebt man in der Praxis nicht nur zahlreiche Verletzungen, sondern zugleich auch fundamentale Missverständnisse. Anders als oft unterstellt, schützt die Religionsfreiheit nicht die Religion und ihre Reputation, sondern die Freiheit der Menschen, sich im weiten Feld von religiösen und weltanschaulichen Überzeugungen und Praktiken selbstbestimmt zu bewegen und dabei Respekt zu erfahren. Dieser Anspruch stößt auf Widerstände unterschiedlicher Art: hegemoniale Religionspolitik, militante Wahrheitsansprüche, die Kontrollobsessionen autokratischer Herrschaft und verengte Säkularitätskonzepte. Heiner Bielefeldt wird zunächst den Sinn der Religionsfreiheit – gegen mögliche Missverständnisse – erläutern und dann einige Herausforderungen aus der Praxis vorstellen. Dabei kommen auch seine Erfahrungen aus der Tätigkeit als UN-Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit (2010-2016) zu Wort.

Prof. Dr. Dr. h.c. Heiner Bielefeldt ist Inhaber des Lehrstuhls für Menschenrechte und Menschenrechtspolitik an der Friedrich Alexander Universität in Erlangen. 

Der Lehrstuhl ist am dortigen Institut für Politische Wissenschaft angesiedelt, Bielefeldts Lehrtätigkeit erstreckt sich über die Disziplinen der Politischen Wissenschaft, der Philosophie, der Rechts- und der Geschichtswissenschaft.

Bielefeldt engagiert sich im Interreligiösen Dialog und war Mitglied des Kuratoriums der Muslimischen Akademie in Deutschland. Er ist Mitglied des Kuratoriums der Christlich-Islamischen Gesellschaft. Daneben ist Bielefeldt Mitglied der Deutschen Gesellschaft zur Erforschung des Politischen Denkens (DGEPD) sowie im Beirat der Zeitschrift für Menschenrechte (ZfMR).

Von Juni 2010 bis Oktober 2016 war Bielefeldt Sonderberichterstatter für Religions- und Weltanschauungsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats. 

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